Geschichte der Firma Wulfhorst (1915 – 2015)

Karl Wulfhorst gründete 1915 ein Zweiradfachgeschäftes, das unter dem Namen  Karl Wulfhorst im Handelsregister eingetragen wurde, obwohl es immer auch Fahrräder zu kaufen gab, standen diese zu Anfang nicht im Mittelpunkt. Rasenmäher, Nähmaschinen, Kurzwaren, Gewehre, Munition und Anhänger aus eigener Herstellung bestimmten in den ersten Jahren den Absatz des Unternehmens.

Da Karl Wulfhorst aus dem ersten Weltkrieg mit einer Beinbehinderung zurückkehrte, musste er seinen Alltag fortan mit einigen Einschränkungen bewältigen. Daher kam ihm die Idee ein spezielles Fahrrad zu bauen, dass an seine persönlichen Umstände angepasst war. Für das Fahren eines Zweirades, fehlten ihm die nötige Beweglichkeit und das Gleichgewicht. Um diese Behinderungen auszugleichen, baute er ein Rad mit drei Rädern das ihm half die Balance zu halten. Dieses „Dreirad“ fand einen breiten Zuspruch, da es viele Kriegsversehrte gab und das Fahrzeug wurde  über die Stadtgrenze hinaus bekanntund neben den Anhängern wurden nun auch vermehrt Dreiräder an der Herzebrocker Straße produziert. Kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges, übernahm Karls älteste Tochter Else mit ihrem Mann Hugo Teismann die geschäftlichen Tätigkeiten der Firma. Hugo Teismann erfand das erste klappbare Dreirad und meldete dafür ein Patent an. Weiterhin machte man sich einen Namen als Zulieferant für die Firma Miele.

Im Jahre 1985 übernahmen Harald Teismann und seine Frau Elke das Unternehmen. Das Dreirad wurde in vielen verschiedenen Varianten weiterentwickelt, und eine Spezialisierung auf individuelle Nutzungsansprüchen des Kunden rückte immer mehr in den Vordergrund. Es wurde weiterhin eine Serie von Dreirädern entwickelt, die für den innerbetrieblichen Transport in diversen Unternehmen geeignet waren.  Es wurden nicht nur Spezialanfertigungen für Transportzwecke gefertigt, sondern auch Räder zu Werbe- und Verkaufszwecken.

Gleichzeitig wurden die Marketinganstrengungen auf nationale- und internationale Ebene ausgeweitet, wodurch eine Vielzahl neuer Kundenkontakte erschlossen wurde.  Das Geschäft florierte und führte zu einem enormen Wachstum des Unternehmens. Aus den ehemals fünf Familienmitgliedern zu Gründungszeiten waren nun 38 Angestellte geworden, die im Unternehmen Beschäftigung fanden.

Wie auch im Zweiradbereich findet bei den Dreirädern eine immer größere Konzentration auf elektronische Untertützungs-Antriebe statt. Mittlerweile nehmen Zwei- und Dreiräder mit Elektromotor den größten Teil der verkauften Stückzahlen ein.

Seit 2008 ist mit Sohn René und seiner Frau Karolin Teismann die vierte Generation im Unternehmen tätig. Im Jahre 2011 wurde das Ladengeschäft umgebaut und bietet nun auf großzügiger Verkaufsfläche eine Markenvielfalt, die keine Wünsche mehr offen lässt. Das fachlich starke und hoch motivierte Team bietet kompetente Beratung an.